2022 – Brücken bauen

2022 – Brücken bauen

22. Mai 2022 – Brücken bauen – 29. Straßenfest

Brücken bauen - 29. Straßenfest am ConnewitzerKreuzLeonardo da Vinci hatte die Pläne geliefert, gut 500 Jahre später der Verein Zukunftswerkstatt und Dietmar Schelling die Umsetzung. So entstand eine Holzbrücke ganz ohne Schrauben und Nägel gleich zu Beginn des ökumenischen Gottesdienstes im Altarraum mit immerhin 1,6 m Scheitelhöhe! Mutigen Schrittes übernahm Meusi-Chefin Rosi Mucke den Kontrollgang, die Kindergartenkinder ebenso mutigen Schrittes den späteren Holztransport auf den Kirchenvorplatz. Dort mischte sich die zahlreiche Gottesdienstgemeinde in die große Schar derer, die schon Stände auf Kirchenvorplatz und Selneckerstraße erkundeten oder der Eröffnung des Programms auf der Bühne harrten.

Endlich wieder!! war der mit Sicherheit am häufigsten verwendete Ausspruch auf dem Fest. Es mischten sich Fröhlichkeit und Begeisterung mit unglaublicher Gelassenheit und Entspanntheit, Freude und Dankbarkeit unter all die tausenden Gäste auf dem Fest. Viele haben die ‚verlorenen‘ beiden Jahre ausgeblendet, denn es war (fast) ‚wie früher‘. 105 statt der früheren 140 Stände waren gemeldet, etwas größere Abstände zwischen ihnen wirkten angenehm. Vom großen Andrang war manch ein Essenstand überrumpelt, auch unsere im Kirchberg- und Caritas-Café zur Mitfinanzierung des Festes verkauften und durch Gemeindeglieder gebackenen Kuchen schon um 16.00 Uhr restlos alle. Einige Vereine hatten ihre Mitglieder noch nicht wieder für Standbetreuungen mobilisieren können, die Schwestern und Brüder unserer evangelischen Großgemeinde Leipzig-Süd kamen lieber als Besucher und Besucherin denn als Mitwirkende oder Helfende.

In diesem Jahr gab es mehr frische Gartenpflanzen zu erwerben, am Gemeindestand wurden Buttons mit lächelndem Gesicht zum Anstecken verteilt sowie ausführlich über den Kindergartenneu- und Erweiterungsbaus in der Hammerstraße informiert, eine Initiativgruppe der Universität warb für Unterstützung der Seenotrettung im Mittelmeer.

Auf Dorf- und Stadtfesten ist weißgott nicht Standard, dass Speisen von Porzellantellern mit Metallbesteck gegessen werden können, womit wir auch an der Brücke ‚Nachhaltigkeit‘ weitergebaut haben. Das Bühnen- und Kirchenprogramm ließ wohl keine Wünsche offen! Nur die siebenköpfige Band aus Istanbul konnte nicht aufspielen – wegen einer Panne ihres Tourbusses auf der Autobahn. Resümee des 29: so cool kann Kirche sein!